Neubau der Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp und Ausbau der Autobahn A 40 auf acht Spuren zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Homberg und Duisburg-Häfen

Acht Spuren für eine leistungsfähigere Autobahn.

Das Projekt im Detail

Die Autobahn A 40 verbindet das Ruhrgebiet mit dem Niederrhein und den Niederlanden und ist damit sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner der Region als auch für die ansässige Wirtschaft von großer Bedeutung. Zwischen den Stadtteilen Duisburg-Neuenkamp und Duisburg-Homberg führt die Autobahn A 40 über den Rhein. Die Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp wurde 1970 erbaut, heute stößt sie an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Der Ausbau der Autobahn A 40 und der Neubau einer leistungsfähigeren Brücke, welche die alte Brücke ersetzt, sind zwingend notwendig, damit der Verkehr in den nächsten Jahrzehnten sicher fließen kann.

Überflug über die alte Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp

Wo wird gebaut?

Standortkarte
Die DEGES plant und realisiert den Neubau der Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp sowie den Ausbau der Autobahn A 40 auf acht Spuren, einem circa 3,2 Kilometer langen Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Homberg und Duisburg-Häfen.

Was wird gebaut?

Die DEGES plant und realisiert im Auftrag des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen die neue achtspurige Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp, welche die alte Brücke ersetzen soll. Zudem wird die Autobahn A 40 zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Homberg und Duisburg-Häfen auf acht Spuren ausgebaut. Ziel des Bauvorhabens ist es, die zentrale Verbindung über den Rhein zu sichern und an das gestiegene Verkehrsaufkommen anzupassen.

Im August 2016 hat die Bundesregierung den Bundesverkehrswegeplan 2030 beschlossen. Darin sind alle wichtigen Straßen-, Schienen- und Wasserstraßenprojekte bis zum Jahr 2030, die in der Verantwortung des Bundes liegen, aufgeführt. Demnach soll die Autobahn A 40 zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Homberg und Duisburg-Häfen und die Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp von sechs auf acht Fahrstreifen ausgebaut werden.

Warum wird neu gebaut?

Die Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp wurde 1970 errichtet und war für maximal 30.000 Fahrzeuge pro Tag ausgelegt. Sie ermöglicht den „Katzensprung“ über den Rhein und macht Duisburg zur zentralen Drehscheibe zwischen dem Ruhrgebiet, dem Niederrhein und den Niederlanden. Inzwischen rollen täglich mehr als 100.000 Fahrzeuge über die Brücke, darunter rund 11.000 Lastkraftwagen. Für eine solche Verkehrsmenge ist die bestehende Brücke nicht ausgelegt. Darüber hinaus wird der Verkehr weiter ansteigen. Für die Rheinbrücke und die Autobahn A 40 rechnet die DEGES im Jahr 2030 gemäß aktueller Prognose mit insgesamt 126.500 Fahrzeugen an Werktagen. Rund 21.500 davon werden Lastkraftwagen sein.

Die bestehende Brücke ist dem aktuellen wie zukünftigen Verkehrsaufkommen nicht gewachsen. Um den Verkehr sicher und staufrei abwickeln zu können, plant die DEGES daher die Errichtung einer neuen, leistungsfähigeren Rheinbrücke in Duisburg-Neuenkamp. Der Autobahnabschnitt zwischen den Anschlussstellen Duisburg Homberg und Duisburg Häfen wird auf acht Spuren erweitert und so auf das aktuelle und auf das erwartete Verkehrsaufkommen angepasst.

Als wichtige Logistikstandorte sind die Stadt Duisburg und der Niederrhein auf schnelle und staufreie Verkehrsanbindungen angewiesen. Eine leistungsfähige Brücke über den Rhein ist nicht nur eine wesentliche Voraussetzung für die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit Duisburgs mit dem Duisburger Hafen und vielen Unternehmen. Als überregionale Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet, dem Niederrhein und den Niederlanden ist die Autobahn A 40 mit der Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp auch notwendig für die Versorgungssicherheit entlang der gesamten Strecke.

Betrieb, Wartung und laufende Reparaturen an der bestehenden Brücke werden durch den Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW) durchgeführt.

Wie wird der Bau finanziert?

Die Kosten für den Brückenneubau und den Ausbau des Autobahnabschnitts zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Homberg und Duisburg-Häfen trägt der Bund. Er ist grundsätzlich für die Finanzierung von Bundesautobahnen und deren Brücken zuständig.

Wie wird das Bauvorhaben umgesetzt?

Die DEGES hat mehrere Varianten für die neue Rheinbrücke und für die Trasse der Autobahn A 40 zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Homberg und Duisburg-Häfen erarbeitet. Dabei hat sich gezeigt, dass ein Brückenneubau, der gegenüber der heutigen Brücke ganz leicht verdreht wird, die geringsten Auswirkungen auf die bestehende Bebauung in Brückennähe hat. Auf der östlichen Seite wird die Lage des Brückenwiderlagers beibehalten, auf der westlichen Seite wird das künftige Widerlager leicht nach Süden versetzt.

Mit dieser Trassenführung wird angestrebt, dass kein Haus abgerissen werden muss. Dies gilt für beide Rheinseiten gleichermaßen. Derzeit stellt die DEGES alle Unterlagen für das Verfahren zur Genehmigung des Bauvorhabens zusammen. Voraussichtlich noch in der zweiten Jahreshälfte 2017 startet dann das Genehmigungsverfahren in Form eines Planfeststellungsverfahrens.

Neue Rheinbrücke besteht aus zwei Teilen

Die neue Rheinbrücke wird höher, länger und breiter sein als die bisherige: 73 Meter hoch, 794 Meter lang und 67,80 Meter breit. In beiden Richtungen wird es neben der Fahrbahn neue Geh- und Radwege geben. Sie werden mit Abstand zu den Fahrbahnen gebaut und mit einer voraussichtlich 6 Meter hohen Lärmschutzwand vom Autobahn-Verkehr abgeschirmt. Die neue Rheinbrücke wird aus zwei Brückenteilen bestehen, für jede Fahrtrichtung wird also eine Brücke errichtet. Während die erste neue Brücke gebaut wird, läuft der Verkehr weiterhin über die alte, bestehende Brücke, die durch laufende Reparaturarbeiten instand gehalten wird. Nach Fertigstellung der neuen Brücke wird die alte Brücke abgerissen und die zweite neue Brücke errichtet. Der Zeitpunkt des Beginns der Bauarbeiten im gesamten Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Homberg und Duisburg-Häfen (das heißt neben dem Bau der Rheinbrücke selbst) steht noch nicht fest, hierzu finden noch Überlegungen zum optimalen Bauablauf statt. Nachdem der erste Teil der neuen Brücke fertig gestellt ist, wird der Verkehr von der alten auf die neue Brücke umgeleitet. Damit wird sich die Verkehrssituation bereits deutlich verbessern: Drei statt zwei Spuren pro Richtung stehen dann zur Verfügung und der Verkehr wird entsprechend störungsfreier fließen.

Derzeit geht die DEGES davon aus, dass das Genehmigungsverfahren 2019 abgeschlossen sein wird und die Bauarbeiten starten. Dann soll die erste Brückenhälfte bis 2023 erbaut und der komplette Neubau 2026 fertiggestellt sein.

Welche Vorteile bringt der Ersatzneubau der Rheinbrücke der Stadt Duisburg und ihren Bewohnerinnen und Bewohnern sowie der gesamten Region?

Entlastung von den derzeitigen Verkehrseinschränkungen, wie Stau oder Teilsperrungen

  • Schnelle Verbindung zwischen Duisburg, der Region Niederrhein und den Niederlanden
  • Sicherer, staufreier Verkehrsfluss
  • Kürzere Fahrzeiten zur Arbeit und in die nahegelegenen Erholungsgebiete

Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit

  • Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Regionen Duisburg und Niederrhein
  • Effiziente Verkehrsanbindung an den Logistikstandort Duisburg mit dem Duisburger Hafen
  • Entscheidende Voraussetzung für weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Duisburg