Ersatzneubau der Brücke Hengstey an der Autobahn A 1 zwischen Wuppertal und Hagen

Arbeiten im Takt der Deutschen Bahn

Fragen und Antworten

Sie haben Fragen zum Ersatzneubau der Brücke Hengstey an der Autobahn A 1 zwischen den Anschlussstellen Hagen-West und Hagen-Nord? Die DEGES hat für Sie die am häufigsten gestellten Fragen beantwortet und hier zusammengestellt.

Wer ist für die Planung und Realisierung zuständig?

Die DEGES plant und realisiert den Ersatzneubau im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen.

Was verändert sich durch den Neubau der Brücke Hengstey?

Zunächst werden der innenliegende Überbau und der äußere Brückenteil in Fahrtrichtung Bremen abgerissen und mit drei Fahrspuren pro Richtung sowie einem Standstreifen neu gebaut. Danach folgt der Ersatz der Brückenteile in Fahrtrichtung Köln, ebenfalls mit drei Fahrspuren und Standstreifen.

Durch den Ersatzneubau wird die langfristige Nutzungsmöglichkeit der Brücke gesichert. Die heute aufgrund des schlechten Bauzustandes der Brücke bestehenden Verkehrseinschränkungen (Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf 60 Kilometer pro Stunde, Überholverbot für Lkw) können nach Fertigstellung der neuen Brücke aufgehoben werden. Auswirkungen auf das Verkehrsaufkommen, auf die Lärm- und Schadstoffsituation und auf die Entwässerung werden nicht erwartet.

Welche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt?

Der Bauauftrag wurde Ende Dezember 2017 nach europaweiter Ausschreibung erteilt. Derzeit wird die Ausführungsplanung erstellt. Die DEGES hat die erforderlichen Sperrpausen für die Jahre 2018 und 2019 bei der Deutschen Bahn AG (DB AG) angemeldet. Die Abstimmungen mit der DB AG zu den konkreten Bautätigkeiten über und neben dem Gleisbereich erfolgen planungs- und baubegleitend. Anfang 2018 sind Baumfällarbeiten für die Freimachung des Baufeldes erfolgt.

Welche Maßnahmen stehen als nächstes an?

Im Frühjahr 2018 werden erneut Vermessungsarbeiten durchgeführt. Es erfolgen ergänzende Baugrunderkundungen für die Herstellung einer bauzeitlichen Rettungszufahrt. Darüber hinaus wird mit der Baustelleinrichtung begonnen. Erste Änderungen in der Verkehrsführung sind für Mitte 2018 vorgesehen.

Besteht aktuell eine reelle Gefahr bei der Brückenquerung?

Eine Gefahr für die Verkehrsteilnehmer besteht nicht.
Die Betriebssicherheit auf der Brücke wird beispielsweise mittels Verkehrsführung, Lastbeschränkung, bauzeitlicher Geschwindigkeitsbeschränkung und weiteren Maßnahmen, wie Sonderprüfungen, bei denen die kritischen Bereiche des Bauwerkes untersucht werden, sichergestellt.

Warum gab es kein Planfeststellungsverfahren für den Ersatzneubau?

Die Brücke Hengstey wird mit nur wenigen Änderungen gegenüber dem Bestand errichtet. Die Belange von Behörden sowie von Anwohnerinnen und Anwohnern werden daher nicht oder nur unwesentlich berührt. Aus rechtlicher Sicht handelt es sich bei dem Ersatzneubau um eine „Planung von unwesentlicher Bedeutung“. Für diese muss kein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Eine entsprechende Bestätigung der Planfeststellungsbehörde, den sogenannten „Negativattest“, hat die DEGES bei der zuständigen Bezirksregierung eingeholt. Damit entfällt die Pflicht zur Planfeststellung und Plangenehmigung.

Wie und wann wurde der Bau dann genehmigt?

Die DEGES holt die erforderlichen Einzelgenehmigungen für den Bau der Brücke bei den für Einzelfragen zuständigen Behörden ein. Durch dieses Verfahren konnte der Planungszeitraum für die neue Brücke verkürzt werden und die Umsetzung kann schneller beginnen. Das Baurecht für die Brücke Hengstey liegt seit dem 04.01.2018 vor.

Wie wird der Verkehr während der Bauzeit organisiert?

Auf der Brücke stehen auch während der Bauzeit durchgängig drei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung. Möglich wird dies durch die zweiteilige Herstellung der jeweiligen Teilbauwerke.

Während das innere Teilbauwerk in Fahrtrichtung Bremen abgerissen wird, bleibt auf dem äußeren Teilbauwerk ein Fahrstreifen für den LKW-Verkehr in Fahrtrichtung Bremen erhalten. Der übrige Verkehr wird auf insgesamt fünf Behelfsfahrstreifen (drei in Richtung Köln und zwei in Richtung Bremen) über die beiden alten Teilbauwerke in Fahrtrichtung Köln geführt.

Für den Abriss und die Erneuerung des zweiten Brückenteils in Fahrtrichtung Köln wird die gleiche Systematik angewendet.