Ersatzneubau der Talbrücke Volmarstein an der Autobahn A 1 östlich der Anschlussstelle Volmarstein

Leistungsfähige Infrastruktur für die heutigen Anforderungen

Brückenbauten an der Autobahn A 1

Neue Brücken für eine leistungsfähige Autobahn A 1

Die Autobahn A 1 stellt eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen innerhalb Nordrhein-Westfalens dar und hat auch überregional eine große Bedeutung. Sie verbindet die Standorte des Ruhrgebiets untereinander. Als „Hansalinie“ führt sie in Richtung Norden weiter nach Hamburg und Bremen. Als „Eifelautobahn“ verbindet sie das Ruhrgebiet Richtung Süden mit Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Bis zu 100.000 Fahrzeuge befahren täglich den Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Leverkusen und dem Autobahnkreuz Dortmund/Unna.

Wie viele andere Straßen in Nordrhein-Westfalen wurde die Autobahn A 1 in den 1950er und 1960er Jahren gebaut. Das wirtschaftliche Wachstum und der damit einhergehende Anstieg im Verkehrsaufkommen haben über die Jahrzehnte zu einer starken Belastung der Strecke geführt. Die Brücken sind davon besonders betroffen.

Die Brücken nehmen eine Schlüsselfunktion für die Leistungsfähigkeit der Strecke ein

Nur, wenn die Brücken in der Lage sind, die anfallenden Verkehrsmengen aufzunehmen, ist die Leistungsfähigkeit der Strecke als Ganzes gesichert. Die einzelnen Bauelemente einer Brücke, vom Fundament über die Stützpfeiler und Widerlager bis hin zum Überbau mit der eigentlichen Fahrbahn, müssen hohe Gewichte tragen. Zusätzlich sind sie Schwingungen und Wettereinflüssen deutlich stärker ausgesetzt als ebenerdig verlaufende Streckenabschnitte. Durch regelmäßige Kontrollen und Wartungen wird die Leistungsfähigkeit der Brücken über ihre Nutzungsdauer sichergestellt. Spätestens mit dem Erreichen eines bestimmten Baualters wird es jedoch Zeit für einen Ersatzneubau.

Die DEGES realisiert ausgewählte Brückenprojekte entlang der A 1

Die DEGES plant und realisiert mehrere Projekte entlang der Autobahn A 1. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Streckenabschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Leverkusen und dem Autobahnkreuz Dortmund/Unna. Hier übernimmt die DEGES die Ersatzneubauten für die Talbrücke Volmarstein sowie für die Brücke Hengstey und die Schwelmetalbrücke. Die Brücken sind mittlerweile zwischen 50 und 60 Jahre alt. Trotz kontinuierlicher Wartung und teilweiser Ertüchtigung geht ihre Bausubstanz auf den Stand der Technik der 1950er und 1960er Jahre zurück. Den heutigen Anforderungen sind sie nicht mehr gewachsen. Aufgrund der Beanspruchungen durch die täglichen Verkehrsmengen hat sich der bauliche Zustand der Brücken so stark verschlechtert, dass ihre Standfestigkeit langfristig nicht mehr gegeben ist.

Hinzu kommt: Auf allen drei Brücken hat das Land Nordrhein-Westfalen aufgrund des schlechten baulichen Zustands und wegen der teilweise fehlenden Standstreifen Geschwindigkeitsbeschränkungen und Überholverbote angeordnet. Diese Anordnungen verlangsamen den Verkehrsfluss. Für den Fernverkehr, wie auch für die Pendler und Unternehmen aus der Region, führt dies zu steigenden Fahrzeiten und verlängerten Reisezeiten.

Durch die Ersatzneubauten der Talbrücke Volmarstein, der Brücke Hengstey und der Schwelmetalbrücke sorgt die DEGES dafür, dass der gesamte Abschnitt der Autobahn A 1 in seiner Leistungsfähigkeit auf Dauer erhalten bleibt. Die bestehenden Mobilitätshemmnisse, wie Geschwindigkeitsreduzierungen und Überholverbote auf den Brücken, werden beseitigt.

Koordiniertes Bauen auf der Verbindungsstrecke Autobahn A 1

Aufgrund der Bedeutung der Autobahn A 1 als eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen für den regionalen Verkehr und den Fernverkehr muss die Leistungsfähigkeit des Abschnitts vom Autobahnkreuz Leverkusen bis zum Autobahnkreuz Dortmund/Unna so schnell wie möglich wiederhergestellt und langfristig gesichert werden. Aus diesem Grund treibt die DEGES die Planung und die Umsetzung des Ersatzneubaus für alle drei Brücken zeitgleich voran.

Die DEGES sorgt dafür, dass die Autobahn A 1 auch während der Bauphase sicher befahrbar bleiben wird. Dafür erfolgen der Abriss der alten Brücken und der Neubau unter rollendem Verkehr. Für jede Baustelle und jede Bauphase wird kontinuierlich geprüft und abgewogen, welche Maßnahmen geeignet sind, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und die der Bauarbeiter zu gewährleisten. Die Einschränkungen für den Verkehr sollen so gering wie möglich gehalten werden.

Bei der Planung sowie bei der Umsetzung der Projekte stimmt sich die DEGES eng mit anderen Vorhabenträgern ab, die für die Umsetzung weiterer Bauprojekte entlang des Streckenabschnitts verantwortlich sind. Ziel ist es, die Arbeiten zu koordinieren und die baubedingten Auswirkungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten. Bestimmte Einschränkungen, wie die Reduzierung von Fahrstreifen, die zeitweise Sperrung von Auf- und Abfahrten, Geschwindigkeitsvorgaben oder Überholverbote, lassen sich während der Bauzeit jedoch nicht immer vermeiden.

In Abstimmung mit den anderen Vorhabenträgern informiert die DEGES die Verkehrsteilnehmer, Anwohner und Gewerbetreibende im Umfeld der Autobahn A 1 zu den Planungen und anstehenden Arbeiten.